
Auftakt des EnAqua-Dialogs in den Pilotregionen Emden und Arnsberg
Mit zwei Starter-Workshops ist der EnAqua-Dialog in seinen beiden Piloträumen erfolgreich gestartet. Am 19. November 2025 kamen Akteure für die Metropolregion Nordwest in Emden erstmals zusammen, am 2. Dezember 2025 folgte dann der Auftakt in Arnsberg für die Metropolregion Ruhr. In beiden Veranstaltungen stand die Frage im Mittelpunkt, wie regionale Herausforderungen und Konflikte rund um Wasser, Energie, Infrastruktur in Bezug auf die Produktion von grünem Wasserstoff beeinflussen.
Die beiden Metropolregionen gestalten sich sowohl mit Blick auf ihre räumlichen Strukturen als auch hinsichtlich der Grundvoraussetzungen und Entwicklungsstände beim Ausbau von Wasserstoff als sehr unterschiedlich. Während rund um Emden bereits konkrete Infrastrukturen und Projekte sichtbar sind, werden in Arnsberg und Umgebung noch die Potenziale und der Bedarf einer Wasserstoffproduktion diskutiert.
Die Teilnehmenden haben genau diese regionalen Ausgangslagen, Bedarfe und Perspektiven sehr klar benannt und geschärft. So wurde herausgearbeitet, welche bestehenden Stärken und Infrastrukturen eine Rolle spielen, wo Engpässe, Nutzungskonflikte oder offene Fragen gesehen werden und welche Chancen die Weiterentwicklung der Wasserstoffwirtschaft sowie der Wasser- und Energieinfrastrukturen vor Ort bieten kann.
Inhaltlich boten die Starter-Workshops eine Einführung in den EnAqua-Dialog und den geplanten Beteiligungsprozess. Ergänzt wurde dies durch fachliche Impulse zu Wasserstoff, Ressourcenverfügbarkeit und den damit verbundenen Konfliktlinien im Kontext von Planung, Technik, Gesellschaft und Naturschutz. Auf dieser Grundlage konnten die Teilnehmenden ihre regionalen Erfahrungen, Einschätzungen und Erwartungen einbringen.
Die Gegenüberstellung der beiden Piloträume ist für die weitere Zusammenarbeit und die Ausgestaltung des Beteiligungsprozesses besonders gewinnbringend. Sie macht sichtbar, dass Lösungen und Szenarien für Wasser-, Energie- und Infrastruktursysteme immer im regionalen Kontext gedacht werden müssen und ein übergreifender Dialog dennoch gemeinsame Lernprozesse ermöglicht. Die in den Workshops gewonnenen Erkenntnisse bilden nun eine wichtige Grundlage für die kommenden Szenarien-Workshops und die Ausgestaltung der nächsten Schritte.
Mit Abschluss der Starter-Workshops ist zugleich die Digitalphase des EnAqua-Dialogs angelaufen. Über eine Beteiligungsplattform können die Teilnehmenden nun ihre Beiträge aus den Workshops ergänzen, Aspekte vertiefen und neue Hinweise einbringen. Gleichzeitig werden dort sukzessive weitere Informationen und Materialien bereitgestellt, die die Arbeit in den kommenden Formaten unterstützen.
Der EnAqua-Dialog ist damit in beiden Pilotregionen erfolgreich gestartet. Auf dieser Basis kann der Beteiligungsprozess nun gemeinsam mit den Akteuren in Emden und Arnsberg weiterentwickelt werden.
